@lianna Meide ich eher. Ich assoziiere damit sowohl mislabeled Frauen-Spaces als auch mislabeled Queer-only-Spaces, und auch sonst genug negatives. Noch schlimmer finde ich allerdings "eine Flinta" / "Flintas" als Personenbezeichnung...
@fugi Die deutsche Sprache hat so viele passende genderneutrale Wörter: "Personen", "Leute", "Menschen", die auch wunderbar mit Adjektiven kombiniert werden können ("trans Menschen", "queere Leute", "Personen mit Fluchterfahrung")...
... und trotzdem fangen manche Leute an mit Flintas, Wesen, Menschis, Kreaturen, Leutys. Ich glaub', ich werde alt.
@lianna@fugi Nicht alle Individuen identifizieren sich gerne als Personen oder Menschen. Vielleicht stehe ich auf dem Schlauf, aber ich sehe kein Problem(?)
@star@fugi Nicht alle möglichen Interaktionsziele identifizieren sich als Individuen, es soll auch Plural-Systeme geben. Möp, durchgefallen. Oder so.
Hot take, aber mir geht dieser ganze New Age-Spiritualitäts-Kram, der seit einigen Jahren Einzug in queere Spaces gehalten hat, hauptsächlich auf den Keks. Das hat mit Queerness nichts zu tun und schiebt sich einfach nur so da mit rein.
Man soll meinetwegen an Hexerei und Dämonen, Wiedergeburt, Tiergeister, Manifestation oder multiple Persönlichkeiten glauben, ich habe nichts gegen Religion, solange ich nicht gezwungen bin, mitzumachen.
Es sollte nur nicht Teil des allgemeingültigen progressiven Diskurses sein und gleichgestellt werden mit faktisch korrekten, wichtigen und richtigen Indiskutablitäten wie 'homosexuekle Beziehungen sind kein Fetisch', 'es gibt keine Menschenrassen' oder 'trans Frauen sind echte Frauen'. Leider wird man hier und da in unserer Community schon genauso schief angeguckt, wenn man eine selbsternannte Reinkarnation nicht als Fakt verankern will, als hätte man gerade einer trans Person die Identität geleugnet.
Immer wenn jemand sich bewusst für alberne Wortersetzungen wie 'Wesen' entscheidet, schwingt da so ein "schau mal, ich bin total progressiv und weltoffen" mit. Das ist ja nicht organisch gewachsen. Ich wünschte, denselben Einsatz würden die auch für echte Probleme wie das SBG, die Facharztwartelisteninflation oder die Impressumspflicht-Doxxingthematik aufwänden.
Kritik, Diskurs um Queerness und die "Grenzen des akzeptablen"@lianna@fugi Mit Verlaub, aber wenn du denkst, dass sich Queerness und die Bestrebungen zur Akzeptanz queerer Wesen ausschließlich auf faktisch korrekte und nachweisbare Dinge bezieht, bist du vielleicht Fehl am Platz, nicht die anderen.
Ich kenne dich nicht, aber der komische Whataboutism und die verzerrten Strohmänner, die du hier aufstellst, wirken auf mich extrem komisch. Weiß nicht so recht, ob das so soll.
Kritik, Diskurs um Queerness und die "Grenzen des akzeptablen"@lianna@fugi Durch Müdigkeit gerade eben erst richtig gelesen/verstanden:
Man soll meinetwegen an Hexerei und Dämonen, [...] oder multiple Persönlichkeiten glauben, ich habe nichts gegen Religion, solange ich nicht gezwungen bin, mitzumachen.
Aaaaaalter ist das ekelhaft :D Holy shit
Vielleicht ist es besser so, dass du dich aus Spaces raushältst, den plurale Wesen als sicher ansehen, solange du multiple Persönlichkeiten mit "Hexerei und Dämonen" gleichsetzt. Heilige fucking Scheiße. Das ist das ekelhafteste, was ich in den letzten paar Monaten gelesen habe und macht mich echt verdammt wütend.